Die alten europäischen Arbeitsreitweisen dienen als Vorlage dieser noch jungen Pferdesportart. Bei Working Equitation zählt die vielseitige Ausbildung.
Dressur, Trail, Speedtrail, Rinderarbeit – schnell wird klar, Working Equitation ist eine Vielseitigkeitsprüfung der anderen Art. Althergebrachte Arbeitsreitweisen aus Südeuropa dienen der Working Equitation als Vorlage. Der Hintergedanke: Die unterschiedlichen Reitweisen aus der Landwirtschaft mit all ihrer Tradition zu fördern und damit ein Stück Kulturgut zu bewahren. Portugal, Spanien, Frankreich und Italien gelten als die „Mutterländer“ der Working Equitation.
1998 fanden die ersten Europameisterschaften statt, 2004 wurde in Italien der internationale Dachverband "World Association of Working Equitation" Gegründet.
Aus vier Teildisziplinen besteht Working Equitation: Die Dressur wird auf einem 20 mal 40 Meter großen Viereck geritten, und zwar ausschließlich im Schritt und Galopp, einhändig und auf Kandare.
Alles was man für die Rinderarbeit braucht wird abgefragt, Seitengänge wie Traversalen, Richtungswechsel wie Pirouetten, aber in schnellem Tempo, Sprints, Stops.
Beim Trail müssen Reiter und Pferd zehn bis 15 Hindernisse inklusive einem Gehorsamssprung überwinden: Brücken, Tore, Slalomstrecken werden als Aufgaben gestellt. Beim Speedtrail muss der Trailparcours auf Zeit bewältigt werden.
Die vierte Disziplin ist die Rinderrarbeit: Auf einem eingezäunten Areal muss ein Team ein Tier aus einer Rinderherde manövriern und über eine weiße Linie lotsen. Dafür bleiben drei Minuten Zeit. Ein falsches Rind gibt Zeitstrafpunkte.